Ursachen von Inkontinenz

Ursachen von Inkontinenz

Bei Inkontinenz gibt es zahlreiche Ursachen und Krankheitsbilder. Daher erläutern wir hier erst mal die häufigen Formen, wie Stressinkontinenz und Dranginkontinenz und folgend die eher weniger häufig-auftretenden Formen, wie Reflexinkontinenz, extraurethrale Inkontinenz oder auch Mix-Formen der letzten.

Krankheitsbilder und Ursachen von Inkontinenz

Stressinkontinenz

Bei Frauen bis 35 Jahren ist die Stressinkontinenz die am häufgsten auftretende Form. Steigt der Stress, kann es zu unkontrollierten Ausflüssen kommen. Das beginnt meist bei zu hohen Druck in der Harnblase oder Druckmomenten, wie Husten oder Niesen. Aber auch das Erklimmen von Treppen sowie lange Läufe können die ersten Anzeichen sein, die der Körper einem mittels Ausflüssen mitteilt. Offiziel werden hier noch mal 3 Arten der Stressinkontinenz unterteilt:

  1. nicht freiwilliger Urinaverlust bei körperlichen Belastungen, wie Treppensteigen, Rennen, Niesen oder Husten
  2. unwillkürlicher Urinverlust bei leichten Belastungen, wie Spazieren, Hinsetzen oder Aufstehen
  3. Harnverlust, auch wenn man sich gar nicht bewegt, also im Sitzen oder Liegen

Hierbei liegt es oft an einer schwachen Beckenmuskular. In einigen Fällen ist aber auch der Bandapparat geschädigt, der dann nicht mehr dafür sorgen kann, dass der Schließmechanismus korrekt funktioniert. Ursache ist gerade bei Frauen in der Schwangerschaft eine Überdehnung der Beckenmuskulatur. Aber auch starkes Übergewicht, anstrengende Arbeit oder chronische Bronchitis bei Stark-Rauchern können zu den selben Effekten führen.  Diese Überdehunung führt dann wiederum zu Stressinkontinenz, da die erwähnten Körperfunktionen nicht mehr zuverlässig reagieren und arbeiten.

Stressinkontinenz während der Schwangerschaft

Übertriebene 50% der Frauen erleiden bei Schwangerschaft unter Stressinkontinenz, so dass keine Besonderheit ist, wenn das passiert. Es besteht auch kein Grund zur Panik. Gerade mal 6% von den in der Schwangerschaft in Stressinkontinenz geratenden Damen leiden auch nach der Schwangerschaft darunter. Aber nicht umsonst soll eine werdende Mutter sich so ruhig, wie möglich während der Schwangerschaft verhalten.

Dranginkontinenz & Urgeinkontinenz

Die Dranginkontinenz sind dann vorhanden, wenn ständig ein unwillkürlicher Urinverlust von statten geht. Die Urgeinkontinenz zeichnet sich durch einen ständigen Harndrang ab, der nicht unterdrückbar. Trotzdem ist oftmals gar keine Flüssigkeit vorhanden, so dass nicht klar wird, wann man wirklich aufs Klo muss. Gerade zweiteres ist ebenfalls eine sehr häufige Form und tritt sehr oft bei Frauen und auch oft in Kombination mit der Stressinkontinenz auf.

Dranginkontinenzen

  1. Die motorische Form auch muskuläre Dranginkontinenz oder Reizblase genannt ist darauf zurück zu führen, dass eine Funktionsstörung der zentralen Hemmung der Blase aktiv ist und somit das ganze Harnverhalten durcheinander bringt. Die Ursache dafür sind meistens gerade abgeschwollene Krankheiten, wie entzündete Harnwege, Tumore oder auch Hormonstörungen in Wechseljahren. Aber auch Parkinson und Alzheimer, sowie Schlaganfälle und Nervenerkranken können oft als Ursache heraus kristallisiert werden.
  2. Bei der sensorischen Form tritt eine überaktive Blase in Kraft. In der Nähe ligende Nerven wurden meistens verletzt und simulieren jetzt die Blasenwand. Entzündungen der Harnleiter, Blasensteine oder innere Tumore sind dafür die übliche Ursache.

Reflexinkontinenz

Bei dieser Form ist gar keine Kontroller über den eigenen Harndrang vorhanden. Die Blase hat sozusagen ihren eigenen Kopf, was dazu führt, dass sie sich entleert, wann sie will. Die Entleerung ist also unkontrollierbar. Ursache ist eine Verletzung der Nervenbahnen, typisch bei einem Bandscheibenvorfall oder einer Querschnittslähmung, aber auch beim sogenannten Sina bifida (offener Rücken). Jede Ursache, bei der Nervenbahnen zwischen Gehirn und Nervenbahnen verletzt werden führen oft dazu, dass das Gehirn unter einem kompletten Kontrollverlust über das Blasenzentrum erleidet.

Überlaufinkontinenz

Hierbei handelt es sich um eine Gleichgewichtsstörung zwischen Harnhöhre und Blase. Bei zu starker Dehnung läuft die Blase einfach über und de Urin fließt unkontrollierbar und ungehindert ab, bis der Druckausgleich wieder hergestellt ist. Dadurch verbleibt aber immer ein Restharn in der Blase und die entsprechende Person muss ziemlich oft Harn ablassen. Der urächliche Grund liegt hierbei meist in einer Nerven-Schädigung der Blase nach einer Krebsoperation. Aber auch generelle Blasenentleerungsstörungen können die Ursache sein, was sich aber schon lange Zeit zuvor abbildet.

Extraurethrale Inkontinenz

Hierbei handelt es sich um das Austreten von Urin über andere Öffnungen als die Harnröhre. Diese Form, auch absolute Inkontinenz genannte, ist entweder angeboren oder die Folge einer erworbenen Fehlbildung. Die Ursachen (falls man es im Laufe des Lebens erlangt) liegen hier meist an Fisteln, die nach Chemotherapien oder Verletzung der Blase nach einer gynäkologischen Operation erfolgen.

2 comments

  1. sehr guter Artikel, schön übersichtlich und alles beleuchtet

  2. Sehr gut Erklärungen, leicht und verständlich

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